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Mona Kasten – Trust Again

Inhaltsangabe

Nie wieder wird Dawn jemanden an ihr Herz lassen. Das hat sie sich hoch und heilig geschworen, sie hat die Nase gestrichen voll von Männern. Doch dann trifft sie Spencer… Spencer ist lustig, charmant und immer gut gelaunt. Und er verheimlicht nicht, wie toll er Dawn findet, lädt sie immer wieder auf Dates ein. Doch egal wie nett Spencer auch sein mag – kann sie ihm wirklich vertrauen?

  • Autor: Mona Kasten
  • Genre: New Adult
  • Seiten: 460
  • Preis: 12€
  • Verlag: Lyx

 

Teil 2 der Again-Reihe

Rezension

Ich bekenne mich offiziell als Mona-Fan. Schon Begin Again mochte ich echt gerne, aber Trust Again hat nochmal so viel mehr.
Jeder kennt sie und viele können sie nicht mehr sehen. Die Bad Boys. Auch wenn die Anziehung zu dieser Art von Männern verständlich ist und geheimnisvolle, sexy junge Kerle einfach ihren Reiz haben, ist es doch erfrischend wenn ein New Adult mal komplett ohne dieses Klischee auskommt.

Spencer ist das absolute Gegenteil eines Bad Boys. Spencer ist immer gut drauf, ist humorvoll und würde seinen Freunden so ziemlich in jeder Situation zur Seite stehen. Komme was wolle. Er ist eigentlich der Typ, der immer nur die Nebenrolle in New Adult Romanen spielt und von dem wir uns alle wünschen, dass er doch einmal in den Vordergrund treten soll. Und genau diese Idee schien auch Mona zu haben und hat damit auf jeden Fall mein Leserherz erobert.

Bei so vielen Klischeebrüchen muss doch nun aber unsere Protagonistin das Mauerblümchen sein, dass wir kennen und insgeheim lieben, richtig? Die kleine graue Maus, Aschenputtel, die erst noch erkennen muss, dass sie Cinderella ist. Dawn ist alles andere als das. Ja, sie hält sich von den Männern fern, da sie tief verletzt wurde und wieder Vertrauen zu fassen einfach unfassbar schwer ist. Dabei ist das in Dawns Lage absolut verständlich und trotzdem ist nicht auf den Mund gefallen. Sie kann flirten und Spaß haben, geht tanzen und lacht. Nur diesen einen kleinen letzten Schritt mit Spencer, den traut sie sich nicht. Und genau das macht Dawn so menschlich, so normal und sympathisch.

Was fällt einem noch immer direkt ein, wenn man an New Adult denkt? Klar, das Liebesdreieck. Irgendwie sind wir ja doch alle schon so geprägt von diesen Klischees, das wir auf jeder Seite den Gegenspieler erwarten. Jeder männliche Charakter könnte der Potenzielle berühmt-berüchtigte Dritte sein, der unsere Cinderella und ihre Gefühle ins Schwanken bringt. Ja, ich habe darauf gewartet und das vergebens. Es gibt ihn schlicht und ergreifend nicht. Es gibt Dawn und Spencer und wie die beiden zueinander stehen ist klar und daran wird auch nicht gerüttelt.

Genau das mochte ich und hat mich zugleich überrascht. Mona bricht mit fast allen Klischees und schreibt trotzdem eine herzergreifende und rührende Geschichte, die mich sehr mitgenommen hat. Ich konnte mit Dawn einfach so gut mitempfinden, hat schließlich nicht jeder von uns schon mal eine tragische Trennung hinter sich? Und auch wenn Bad Boys ja irgendwie sexy sind – eigentlich wünschen wir uns doch alle einen liebevollen und humorvollen Spencer.

Ich habe lange mit dieser Stelle gehadert und komme immer noch zu dem gleichen Schluss: Dawn erzählt Spencer, dass sie sich zu ihren Tiefzeiten selber verletzt hat und dass sie seitdem Narben an ihrem Oberschenkel hat. Sie schämt sich dafür und es ist ihr peinlich.
Das hat mich sehr gestört, da es auch zum Ende nicht aufgearbeitet wurde! Niemand sollte sich jemals dafür schämen müssen und genau das wird hier leider ausgedrückt. Das es “falsch” war. Ja sicher, Selbstverletzung ist auch niemals der richtige Weg. Aber es steckt so viel mehr dahinter, als viele glauben und es sollte niemals in einem Roman verwendet werden um die Dramatik zu steigern. Dann muss man den/die ProtagonistIn das auch bitte aufarbeiten lassen um kein falsches Bild zu vermitteln.
Ich selber habe Narben an meinem Unterarm. Lange Zeit war es mir unangenehm und ich hatte Angst, dass jemand sie sieht. Inzwischen weiß ich, diese Narben und meine Vergangenheit gehören zu mir. Und das kann ich inzwischen akzeptieren, auch wenn es ein langer Weg bis hierhin war.

Fazit

Ich bin begeistert und kann dieses Buch einfach nur jedem empfehlen der die Nase voll hat von New Adult Klischees. Die zwei Protagonisten brechen mit allen Stereotypen und sind dadurch menschlich und sympathisch und es hat Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Weg zueinander zu begleiten. Monas Schreibstil bleibt flüssig lesbar und appelliert an unsere Emotionen und verursacht eine Gefühlsachterbahn nach der nächsten.

4/5

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Kat
Gast

Huhu 🙂
Ich habe bisher nur Begin Again gelesen, möchte aber unbeidngt die anderen Bücher der Reihe lesen, da ich bereits das schon toll fand. Und deine Rezension macht mir nur noch mehr Lust darauf! Wird Zeit, dass ich endlich dazu komme 😀
Liebe Grüße
Katja 🙂

Buchbahnhof
Gast

Guten Morgen,
wow, ich bin ehrlich beeindruckt, wie stark du dich mit diesem Buch auseinander gesetzt hast. Mich hat das mit der Selbstverletzung nicht gestört, ich muss gestehen, das sich mir darüber gar keine Gedanken gemacht habe. Solche Themen sind mir irgendwie leider total fern und ich fange erst an, solche Dinge langsam zu bermerken, weil andere Blogger sie in ihren Rezensionen aufgreifen. Du hast schon irgendwie Recht mit dem, was du dazu sagst.
Mir hat Trust again am besten von der Trilogie gefallen, weil mir einfach sowohl Dawn, als auch Spencer total schnell ans Herz gewachsen sind.
LG
Yvonne
#litnetzwerk

Maja
Gast

Hallo 🙂
Deine Rezi finde ich wirklich sehr schön! Ich kann dir hier in allen Punkten nur Recht geben, auch was die Narben angeht.
Ich finde dafür, dass diese ja nicht ohne Grund da sind, wird das Thema viel zu nebensächlich behandelt..
Trust Again(und auch Feel Again) hat mir dennoch etwas besser gefallen als Begin Again 🙂
Liebste Grüße
Maja