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[Rezension] Der Untergang der Könige – Jenn Lyons

Inhaltsangabe

Mit Der Untergang der Könige beginnt Jenn Lyons ein High Fantasy Epos der besonderen Art. Sie entführt uns in eine Welt der Magie, Intrigen und magischer Wesen. Mit grandiosen Wendungen und tiefgehenden Charakteren fesselt sie den Leser und langsam eröffnet sich einem die Welt der Drachen und Dämonen. Um herauszufinden warum Khirin in dieser Zelle sitzt müssen wir 2 Geschichten folgen die eng miteinder verwoben sind um am Ende die Zukunft sehen zu können.

Vielen Dank für den Klett-Cotta Verlag und der Hobbit Presse für das bereitstellen des Rezensionsexemplares. Dies beeinflusst in keinster Weise meine Meinung.

  • Genre: High Fantasy
  • Originaltitel: The Ruin of Kings
  • Erstveröffentlichung: 2019
  • Seiten: 863
  • Preis: 25€
  • Hobbit Presse – Klett Cotta Verlag

Jenn Lyons eröffnet mit »Der Untergang der Könige« ein großes Epos um einen Jungen, der mitten hinein gerät in die Konflikte zwischen Adelshäusern, Zauberern und Dämonen. Hängt von ihm das Schicksal des ganzen Reiches ab? »Erzähl mir eine Geschichte.« Das Ungeheuer machte es sich vor den eisernen Gitterstäben von Kihrins Kerkerzelle bequem.

Und der Junge aus den Elendsvierteln von Quur beginnt zu erzählen. Von seinem Leben als Dieb, von seinem Vater, der Harfe spielte, und ihn mit den Geschichten verschollener Prinzen und ihrer Abenteuer großzog. Davon, wie sein Unglück begann, als ihn ein Prinz für seinen verloren geglaubten Sohn hielt und er von nun an Macht und Intrigen einer Adelsfamilie ausgeliefert war. Was hat es aber mit Khirin auf sich, dass er später auf dem Sklavenmarkt zu einem unvorstellbar hohen Preis versteigert wurde? Und wie kam es dazu, dass er in der düsteren Gefängniszelle, bewacht von einem zum Plaudern aufgelegten Ungeheuer, landete? Vielleicht gehört Kihrin ja gar nicht zu den Helden, von denen die alten Sagen und Lieder erzählen. Vielleicht ist er auch nicht dazu bestimmt, die Welt zu retten – sondern sie zu vernichten.

© Klappentext Klett-Cotta

Rezension

Mit einem grandiosem Auftakt beginnt “Der Untergang der Könige” und hat mich an seine Seiten gefesselt. Wir steigen mitten ins Geschehen ein, eigentlich sogar in 2, denn wir folgen 2 Erzählsträngen, die unterschiedliche Zeiten wiederspiegeln. Beide Erzählungen sind sofort mitreißend und auch wenn es erstmal scheint, als werde man von ungewöhnlichen Namen erschlagen, ist es okay, denn immerhin ist alles neu.

Ein grandioser Auftakt

Doch nach und nach wird es schwieriger den Verläufen zu folgen, denn durch die wechselnden Zeiten bleibt einem kaum Zeit sich die Namen und deren Zugehörigkeit einzuprägen, bevor auch schon das nächste Kapitel beginnt und man wieder mit gänzlich anderen Personen da sitzt. Dies wäre bestimmt auch irgendwie machbar… wären es nicht so. viele. Im Anhang des Buches findet sich ein Personenverzeichnis und ein Stammbaum, was ich persönlich aber wenig hilfreich fand, da einfach zu viele Figuren mit ähnlich klingenden Namen vorkommen. Und – an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten – nicht jeder ist, wer er vorgibt zu sein.

All dies hätte zu einem gewissen Grad noch funktionieren können und natürlich ist mir bewusst, dass High-Fantasy meist komplexe Welten und Zusammenhänge enthält, insgesamt könnte man das Buch wohl aber um gute 200 Seiten kürzen. Durch die Längen und die dazukommende Komplexität hat es mich tatsächlich mehrere Wochen gekostet dieses Buch beenden zu können.

Ein herrausragender Schreibstil, der das Setting perfekt widerspiegelt

Herausragend dagegen ist der Schreibstil von Jenn Lyons und die Übersetzung von Urban Hofstatter und Michael Pfingstl, die das Setting grandios wiedergeben. Jenn Lyons zeichnet eine Fantasywelt die an die frühe Renessaince erinnert und ensprechende Wortwahlen und Sprachgebrauch finden sich auch im Text wieder, was dem ganzen einen lebendigen Touch verleiht.

Auch die Handlung selbst ist spannend und gleicht nicht jedem x-beliebigen anderem Fantasyroman, sondern bleibt individuell. Hier zeigt Lyonn ihr Können in dem sie neue Ideen einbringt, miteinander verwebt und schlüssige, klare Linien zeichnet, die einem Ziel folgen. Auch wenn für mich als eher ungeübte High Fantasy Leserin alles etwas viel war, sind die Handlungsstränge logisch und sinnvoll.

Fazit

Für geübte High-Fantasy Leser ist dieser Epos definitv zu empfehlen und garantiert ein kleiner Schatz. Für die Fantasyleser wie mich, die eher in die kleineren Gefilden abtauchen, könnte es etwas kompliziert zu folgen sein, was aber nichts an der innovativen Idee des Buches ändert.

3/5

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Weitere Meinungen

Mit diesem ersten Band ist Jenn Lyons ein toller und spannender Einstieg in eine manchmal brutale Welt gelungen und mit einem sympathischen Hauptcharakter hat man auch einfach Lust an dieser Reihe weiterzulesen.
Jenn Lyons belohnt ihre Leser*innen nämlich mit einer absolut mitreißenden und facettenreichen Geschichte, angereichert mit mächtigen Steinen und dem Schwert Urthaenriel, dass auch als der Untergang der Könige bekannt ist.

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Sandra
Gast

Hi Jenny
Ich fand die Vielfalt des Romans total klasse und auch wenn ich nicht 100% überzeugt von allem war, freue ich mich doch sehr auf die Fortsetzung, die dieses Jahr im September kommt *juchuh*. Wie du auch schreibst, ist der Stil eben sehr innovativ. Liest du weiter?
Liebe Grüße
Sandra

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[…] Who is that Nerd […]

LeseWelle
Gast

Hallo Jenny!
Sehr schön deine Rezension zu dem Buch zu lesen und ich bin froh darüber, dass es dir doch gefallen hat. Hatte schon Angst ich würde dir nachher was empfehlen, was dir so gar nicht gefällt. 😀
Das mit den Charakteren fand ich auch etwas schwierig zu folgen, war aber auch meine einzige Kritik und ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der wohl im Herbst erscheinen soll.
Ach ja, danke für die Verlinkung. Werde dich auch gleich mal bei mir verlinken. :-*
Liebe Grüße
Diana