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Jenny Han – to all the boys I’ve loved before

Inhaltsangabe

Viele kennen “to all the boys I’ve loved before” vor allem durch die gleichnamige Netflix Verfilmung die letztes Jahr online ging. Der Film schoss durch die Decke und gehört mit zu den meist gesehenen Netflix Original Filmen überhaupt wenn man den Gerüchte  glauben kann.
Auch ich habe den Film letztes Jahr gesehen und war begeistert von diesem etwas anderem Teenie Drama. Und natürlich war es nur eine Frage der Zeit bis die ganze Community die Romanvorlage vor die Kamera hielt und auch mich hat der Hype gepackt. Trotzdem habe ich was Zeit verstreichen lassen, bevor ich es gelesen habe um einen frischeren Eindruck gewinnen zu können. So viel sei schonmal gesagt. Leider konnte es mich nicht so sehr  begeistern.

  • Autor: Jenny Han
  • Genre: Young Adult/Jugendbuch
  • Originaltitel: to all the boys I’ve loved before
  • Seiten: 384
  • Preis: 9,59€
  • Verlag: Simon & Schuster
  • Erstveröffentlichung: 25.07.2016

Rezension

Wenn es schwer fällt eine Rezension zu tippen, nicht weil einem die Worte fehlen, sondern weil es einfach nicht viel zu sagen gibt, ist dann damit nicht schon vieles gesagt? Denn leider bleibt nicht vieles aus dem Young Adult “to all the boys I’ve loved before” in Erinnerungen, da es einfach ein sehr ruhiges Buch ohne viel Damatik ist.
An sich ist das erstmal keine schlechte Eigenschaft, denn damit hebt sich der Roman aus der Masse hervor. Wir brauchen keine künstlichen Dramen, keine Zickenkriege oder Dreiecksbeziehungen sagt es uns und meint es auch so.

Mit einem flüssigen Schreibstil und einfachem Sprachgebrauch fliegen die Seiten nur so dahin und es ist nicht kompliziert der Handlung zu folgen. Dafür passiert es aber auch schnell, dass man zwar 10 Seiten gelesen hat, aber eigentlich kaum was spannendes passiert ist. Das meiste ist tatsächlich einfach alltäglich und genauso leicht wie ich am Ende des Tages vieles aus meinem Alltag vergessen habe, vergisst man auch einiges von dem was hier erzählt wird.

Eine vielversprechende Handlung, mit wenig Dramatik.

Lara Jeans langweiliges Leben wird auf den Kopf gestellt, als ihre Liebesbriefe, die sie eigentlich nur für sich geschrieben hat, auf mysteriöse Weise bei ihren Adressaten landen und damit auch einer bei dem Exfreund ihrer Schwester. Um sich aus dieser misslichen Situation zu retten geht sie einen Pakt mit Peter Kavinsky ein der ebenfalls einen der Liebesbriefe erhalten hat.

Klingt vielversprechend und könnte somit der Anfang einer spannenden Story werden, wie Lara Jean sich aus dieser Lage befreit. Denn – seien wir mal ehrlich – eigentlich lesen wir Jugendromane eben doch um des Dramas willen, richtig? Ein Roman der mal nicht in Klischees ertrinkt und die klassischen Figuren ins Rennen schickt ist eine gewagte Abwechslung zu dem sonstigen Sortiment an Neuerscheinungen und mit Sicherheit hat Jenny Han eine breite Masse an Lesern für sich gewonnen, denn nicht umsonst wurde ihr Werk verfilmt und das mit so einem grandiosen Erfolg.

Diverse Charaktere und der Traumfreund schlechthin.

Warum mich das Ganze einfach nicht für sich gewinnen konnte, kann ich selber nicht ganz erklären. Denn “to all the boys I’ve loved before” bietet alles was ich mag. Diverse Charaktere, eine ruhige, aber modebewusste Protagonistin und Peter Kavinsky, den Traumfreund schlechthin. Und ja, nicht nur Film-Peter ist der perfekte Boyfriend, sondern auch Buch-Peter, vielleicht sogar Buch-Peter noch ein bisschen mehr.

Und trotzdem langweilte es mich. Denn ich konnte nicht mitfühlen, konnte mich nicht in Lara Jean hineinversetzen, es wirkte alles zu normal, zu alltäglich, zu nichtssagend. Lara Jean ist ein Charakter der es nicht schafft, seine Emotionen nach außen zu transportieren, den Leser teilhaben zu lassen und bleibt dadurch fremd, fast schon entfernt. Auch wenn ihre Gedankenwelt beschrieben wird, scheint es so platt und einfach zu sein. Dabei hat gerade die englische Sprache einen solch grandiosen Wortschatz an Gefühlen und Empfindungen die oft so viel aussagekräftiger sind, als ihr deutsches Pendant.

Fazit

Mit einer ruhigen und eher alltäglichen Liebesgeschichte hebt sich der Roman aus der Reihe der Young-Adults hervor und zeigt, dass es auch ohne Dreiecksromanze und Zickenkrieg funktioniert. Doch trifft es damit sicherlich nicht jeden Geschmack, zumindest meine Gefühle konnte es nicht berühren. Denn “to all the boys I’ve loved before” ist zwar anders, aber nicht anders genug um stark in Erinnerung zu bleiben.

3/5

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