Buch vs Film

[Buch vs. Film] Gillian Flynn – Dark Places

Dark Places – Buch vs. Film

© Concorde Filmverleih

Dark Places konnte schon als Roman nicht wirklich überzeugen, weist es doch viele Schwächen in der Erzählstruktur und dem Spannungsverlauf auf. Für weitere Informationen das Buch betreffend könnt ihr euch nochmal meine Kurzrezension durchlesen. → Kurzrezension
Doch schafft es der Film den Zuschauer mit in die Tragödie der Days zu reißen?

Libby Day wird im Film von Charlize Theron verkörpert, hier haben die Macher zumindest nicht gespart. Eine hochkarätige Besetzung von der man sich einiges verspricht. Leider konnte Charlize Theron diese Erwartungen nicht erfüllen. Ja, sie ist eine verdammt gute Schauspielerin, aber in der Rolle der traumatisierten und zerbrechlichen Libby konnte ich sie einfach nicht sehen. Dafür hat sie einen zu starken Charakter um eine so weiche Figur zu spielen.
Auch die anderen Charaktere waren da in meinen Augen oft falsch besetzt. Einzig Chloë Grace Moretz als die junge Diondra und Tye Sheridan als der junge Ben Day waren überzeugend und konnten den Rollen das nötige Leben einhauchen.

Wie auch schon im Buch, waren die Szenen die in der Vergangenheit spielten bei weitem interessanter und spannender gestaltet. Hier gibt das Buch natürlich auch nicht viele Anhaltspunkte für die Gegenwart eine wirkliche Handlung aufzubauen.
Der Film ist leider oftmals genauso langweilig wie auch das Buch und schafft es nicht, nötige Spannung aufrechtzuerhalten. Statt mit dem Zuschauer zu spielen und Cliffhanger zwischen den Szenen einzubauen bleibt die Atmosphäre im Film monoton und fokussiert sich viel auf die Starbesetzung. Es scheint, als habe der Regisseur in der Hoffnung gearbeitet, wenn er möglichst viel Charlize Theron Screenzeit bietet, schon einen Erfolg damit landen zu können.
Lieber Herr Regisseur, das reicht den meisten Zuschauern leider nicht. Wir wollen vor Spannung kaum atmen können und mit großartigen Kameraaufnahmen und Bildschnitten gehalten werden, wenn schon die Story nicht viel hergibt.

Fazit

Wenn es dem Buch schon an Handlung mangelt, kann man zumindest dem Film durch gekonnte Kameraaufnahmen und gute Schnittechnick aufwerten. Leider wurde weder noch als Stilmittel in dieser Verfilmung genutzt und so bietet der Film leider nicht viel mehr als viele Großaufnahmen der Starbesetzung Charlize Theron. Für zart besaitete Zuschauer mag das hier eine gute Alternative sein, wer jedoch darauf hofft, hier mitfiebern zu können ist leider falsch.

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JennyNicoleJanna | KeJas-BlogBuchBuecherpanda Letzte Kommentartoren
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Nicole
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Mir ging es da wie dir. Ich war vom Film auch nicht begeistert. Hatte im Vorfeld ebenfalls das Buch gelesen, welches einige Schwächen auch für mich hatte, das ich aber trotzdem recht flott durch hatte, aber der Film hat dann gar nicht mehr gepunktet. Ich finde die Figuren auch falsch besetzt, allen voran Charlize Theron. Eigentlich eine meiner Lieblingsschauspielerinnen, aber hier hat sie nicht gepasst. Auch sonst am der Film einfach nie wirklich in Fahrt.

Lg Nicole
#litnetzwerk

Janna | KeJas-BlogBuch
Gast
Janna | KeJas-BlogBuch

Ts ts ts! *Kopfschüttel 😀
Ich fand das Buch gut, liebe eigentlich alle Bücher der Autorin – schade, das wir da nicht den gleichen Geschmack haben. Beim Film jedoch kann ich dir nur zustimmen – laaaaangweilig! Ich fand auch die Verfilmung von “Gone Girl” miserable und das bei dem Regisseur … Bin ja eh kritisch bei solchen Umsetzungen und vieles muss weichen, das nimmt der eigentlichen Geschichte oft zu viel weg!
Hab einen mukkeligen Samstag :-*